Emmanuel Guiragossian

„Menschen“

SOS-Edition 2012
Auflage: 10 originale Aquarelle
nummeriert und signiert
39 x 29 cm
Ausverkauft

Emmanuel Guiragossian wurde 1954 in Beirut geboren. Als ältester Sohn des Expressionisten Paul Guiragossian gehört er der sechsten Generation einer Künstlerfamilie von Musikern, Ikonenmalern und Kunstmalern an. Die Lebensgeschichte seiner Großmutter Rahel, die den armenischen Genozid und viele Kriege überlebt hatte, beeinflusste Emmanuel Guiragossians Auffassung vom Leben bereits im frühen Kindesalter. Dies führte letztendlich auch zu der offenen Dramatik in seinen späteren Arbeiten.

Nach Studienaufenthalten an der Académie des Beaux-Arts in Paris und an der Michelangelo Akademie Florenz erhielt Emmanuel Guiragossian 1974 ein Stipendium für die Hochschule für Bildende Kunst in Dresden. 1979 kehrte der Künstler in den Libanon zurück, wo er bis 1984 eine Professur an der Akademie A.L.B.A. und an der Amerikanischen Universität von Beirut innehatte.

Emmanuel Guiragossian hatte weltweit bereits zahlreiche Einzelausstellungen. Ab 1980 übernahm der Künstler und Unternehmer die Beratung von mehreren wichtigen Projekten zur Entstehung von Kulturhäusern und Museen in der arabischen Welt. Um einen Traum seines Vaters zu verwirklichen, gründete Emmanuel Guiragossian das erste Museum für zeitgenössische Kunst im Libanon.

Emmanuel Guiragossian lebt mit seiner Familie in Dresden und in Beirut. 2007 eröffnete er seine Galerie EMMAGOSS im Barockviertel Dresdens.

SOS-Kinderdorf in Kfarhay/Libanon

Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 1975 war der Libanon eine der stärksten und am weitesten entwickelten Wirtschaftsmächte der Region. Nach dem Ende der Kämpfe in den frühen 90er Jahren begann ein Zeitalter der Stabilität, das durch die Konflikte der Jahre 2006 und 2011 wieder unterbrochen wurde. Die Armutsrate ist in vielen Regionen des Landes stark gestiegen. Vor allem ungelernte Arbeiter, Arbeitslose, Frauen und junge Menschen sind von Armut betroffen. Im Libanon leben etwa 1,3 Millionen Kinder. Sie leiden schwer an den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und auch emotionalen Folgen des Bürgerkrieges.

Die SOS-Kinderdörfer sind seit Mitte der 60er Jahre im Libanon tätig. Auch während der langen Jahre des Bürgerkrieges waren sie im Land aktiv und setzten sich für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien ein. Nach dem israelisch-libanesischen Konflikt im Jahr 2006 bauten die SOSKinderdörfer ihre bestehenden Programme weiter aus, um Kindern und Familien zu helfen, die an Kriegstraumata litten. Insgesamt unterstützen die SOS-Kinderdörfer derzeit mit verschiedenen Programmen im Libanon rund 2.200 Kinder und deren Familien.